Huber: Bayern stärkt Fürsorge psychisch kranker Kinder – Krankenhausplanungsausschuss beschließt neue Spezialeinrichtung
Bayern verbessert die Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher mit geistiger Behinderung. Das betonte Dr. Marcel Huber, Gesundheitsminister, heute bei der Sitzung des Krankenhausplanungsausschusses. “Wenn Kinderseelen leiden, brauchen sie unsere besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Besonders wenn sie ihre Sorgen kaum in Worte fassen können”, so Huber. Bayern baut deshalb neue psychiatrische und psychotherapeutische Versorgungsstrukturen für diese Kinder und Jugendliche auf: So soll für Südbayern das Heckscher Klinikum München eine stationäre Spezialeinheit für psychisch kranke Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung bekommen, die sich stationär dieser jungen Patienten annimmt. In die geplante Spezialeinrichtung am Standort Isar-Amper-Klinikum München-Ost soll der mobile Dienst des Heckscher Klinikums zur ambulanten Versorgung integriert und um eine ambulante Sprechstunde erweitert werden. Ziel ist die optimale Versorgung von psychischen Erkrankungen, die auch bei Kindern mit geistiger Behinderung auftreten können: Depressionen, Essstörungen, Schizophrenie, Borderline-Syndrom oder Angst- und Panikattacken, bei denen sie sich oder auch andere gefährden können. “Ein Krankenhausaufenthalt kann Wege aus bestimmten Krisensituationen aufzeigen. Die Mitarbeiter der Spezialeinrichtungen gehen dabei auf die ganz speziellen Bedürfnisse dieser jungen Patienten ein”, so Huber. Eine zweite Spezialeinrichtung für psychisch kranke Kinder mit Schwer- und Mehrfachbehinderung entsteht derzeit in Würzburg.
Am Klinikum Fürth wird zudem eine neue psychiatrische Vollversorgungsklinik mit 100 Betten entstehen. “Damit wird auch die Versorgung Erwachsener in Stadt und Landkreis Fürth gestärkt”, so Huber. Dafür werden Kapazitäten aus dem Klinikum am Europakanal in Erlangen nach Fürth verlagert. Im Freistaat kümmern sich derzeit insgesamt 55 Krankenhäuser um Menschen mit psychischen Erkrankungen. In den vergangenen vier Jahrzehnten wurde der Ausbau der stationären psychiatrischen Versorgung mit rund 1,6 Milliarden Euro gefördert.
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