Dieter Grosch Naumburg
Kurzreferat:
Tolman und Mitarbeiter (1),(2) und (3) haben Experimente mit einer Zentrifuge
vorgestellt, bei denen beim Abbremsen ein elektrischer Impuls festgestellt
wurde. Sie lieferten dafür eine Erklärungen, in dem sie diesen der Trägheit
der beweglichen Elektronen im Metall zugeschrieben haben. Diese Erklärung
ist noch heute gültig.
Jetzt wurde dieses Experiment in einer anderen Form wiederholt, bei dem nachgewiesen werden konnte, dass diese Erklärung nicht zutrifft. Es konnte gezeigt werden, dass der elektrische Impuls nicht an Metalle gebunden ist und auch in einer fest stehenden Spule auftritt.
Die Messergebnisse werden durch eine neue Theorie erklärt.
Aufbau des neuen Experimentes:
Als Messgerät wurde eine Spule auf einem Kern mit 12 mm Innendurchmesser und einer Höhe von 20 mm benutzt, auf der 50 m Cu-Lackdraht von 0,1 mm Durchmesser gewickelt waren, was etwa 850 Windungen entsprach. Die in diese Spule induzierte Spannung wurde über einen Vorverstärken (Bild), mit einer Verstärkung von 1000 fach, an einem Digital-Multimeter „AGILENT U1252B DMM 50.000 COUNTS“ mit einer Empfindlichkeit von 0,001 mV/ Digit, das über das Anzeigegerät der Schaltung (ein Drehspulinstrument mit einem Innenwiderstand von 155 Ohm) geschaltet war, bestimmt.
Daraus ergibt sich eine Messempfindlichkeit von 1 nV/Digit, an der Spule.
siehe Bild: Vorverstärker
In der Bohrung der Spule befand sich ein Kern aus verschiedenen Materialien, deren Eigenschaften untersucht werden sollte, der zur Messung entweder auf und ab bewegt, oder herausgezogen wird.
Durchführung der Messungen:
Das Problem bei diesem Experiment ist die Störung der Messergebnisse durch das Erdmagnetfeld, denn eine Bewegung der Spule kann bereits ein beträchtliches Messsignal erzeugen, deshalb ist es notwendig, zum einen die Spule nicht zu bewegen (ruhende Spule), sowie durch statistische Auswertung von Messreihen diese von den zu messenden Signalen zu trennen. Für diesen Zweck ist das verwendete Messgerät hervorragend ausgestattet. Es verfügt über eine Maxima – Minima Speicherung
Zunächst wird untersucht ob ein Messsignal vom Untergrund des Erdmagnetfeldes getrennt werden kann. Dazu wurde die entsprechende Funktion am Messgerät aktiviert, wobei in der Spule ein Holzstab von 10 mm Durchmesser gesteckt war. Die Messung wurde in zwei Schritten ausgeführt, im ersten Schritt wurde nach dem Einschalten der Funktion der maximal und der minimal Wert der ruhenden Spule bestimmt, danach wurde der Stab auf und nieder bewegt und danach das Maximum und Minimum erneut abgelesen
Durch die statistische Auswertung mehrerer solcher Messreihen kann das Messergebnis separiert werden.
Zur Bestimmung, ob die Polarität der Anzeige von der Richtung, der Bewegung abhängig ist, wurde in einem separaten Experiment der Stab nur herausgezogen und Maxima und Minima bestimmt-
Um die Abhängigkeit von der Masse zu Untersuche wurde der Holzstab durch einen Aluminiumstab ersetzt. Jedoch lag kein Stab von 10 mm vor, so dass die Messungen mit Stäben von 8 mm wiederholt werden mussten, wodurch die Differenzierung vom Untergrund geringer wurde.
Erhaltene Messergebnisse:
Messung von 10 mm Holzstab 10 Messungen
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Stab unbewegt: Maximum 58,9 +- 29,4 Minimum -63,0 +-9,9
Stab auf und ab bewegt. Maximum 296,6 +- 56,0 Minimum -417,4 +- 128,8
Man sieht, dass ein Messsignal separiert werden kann
Messung von 10 mm Holzstab 10 Messungen
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Stab unbewegt: Maximum 61,2 +- 21,8 Minimum -69,7 +-15,2
Stab nur heraus gezogen Maximum 274,3 +- 72,9 Minimum -81,7 +- 16,2
Man sieht, dass die Richtung der Bewegung für die Polarität verantwortlich ist.
Messung von 8 mm Holzstab 10 Messungen
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Stab unbewegt Maxima 46,9 +-31,0 Minima -53,5 +- 14,6
Stab auf und ab bewegt Maxima 155,0 +-17,4 Minima -165,9 +- 67,2
Das ist das gleiche Ergebnis wie bei 10 mm nur ist der Wert um das Verhältnis des Volumen geringer.
Messung von 8 mm Aluminiumstab 10 Messungen
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Stab unbewegt Maxima 55,7 +- 21,7 Minima -61,8 +- 20,9
Stab auf und ab bewegt Maxima 288,1 +- 76,6 Minima -268,0 +- 63,3
Man sieht, dass der Wert größer ist als, bei Holz ist
Diskussion der Messergebnisse:
Die Bewegung des Stabes erfolgt mit der Hand, dadurch tritt zwar eine nicht definierte Geschwindigkeit auf die aber durch die verwendete Statistik wieder ausgeglichen wird.
Von den Messergebnissen kann abgeleitet werden, dass sowohl bei 10 mm starken Stäben wie auch bei denen von 8 mm eine Separierung von Messsignal und Störungsuntergrund ausreichend möglich ist.
Die bei den Messungen auftretenden Streuungen der Messwerte waren alle bei jedem Messwert in der erwarteten Größe, denn sie sind nur abhängig von einer Grunderschütterung der Spule und vom Magnetfeld verursacht und damit unabhängig vom Signalpegel
Die Messergebnisse zeigen, dass zum Ersten der nach Tolman erwartete Effekt, dass bei Holz, als Nichtleiter, kein Impuls auftritt, nicht gefunden wurde. Das bedeutet, dass es eine Verschiebung von Elektronen durch ihre Trägheit nicht geben kann, was bedeutet, dass die in der Wissenschaft anerkannte Theorie also falsch sein muss. Folglich muss eine neue Erklärung vorgelegt werden.
Die Messung von Holz und Aluminium zeigt, dass bei Aluminium ein größerer Wert erhalten wird, als bei Holz. Dabei ist der Zuwachs etwa sqrt( rho_Al/rho_Holz). mit rho der Dichte des Stoffes. Dies lässt den Schluss zu, dass die vom Autor beschrieben „Dynamischen Gravitationstheorie“ (4) ein gute Erklärung sein dürfte.
Erklärung nach der „Dynamischen Gravitationstheorie“:
Diese Theorie beschreibt die gesamte Physik nach den newtonschen Axiomen, wobei das Actio immer die anziehende Gravitation ist, die zwischen zwei Teilchen eine Bewegung als Reactio erzeugt, die dann als eine abstoßende el.-Ladung gesehen werden kann, oder auch als Antigravitation. Dadurch wird die gesamte Physik allein auf Newton zurückgeführt und alle bekannten Theorien sind dann nur noch speziellen Beschreibungen für verschiedene Verhältnisse von Gravitation und Antigravitation. Die Polarität der el.-Ladung erklärt sich dann dadurch, dass die Teilchen eben unterschiedliche el–Ladung besitzen, also ein Ladungsdifferenz, die dann zu einem überwiegen der Gravitation (Anziehung) führt, wodurch die Polarität der el.-Ladung erklärt werden kann und deren anziehende Wirkung erklärt
Nach dieser Theorie errechnet sich die Ladung nach der Formel
Q = sqrt(m*v^2*r)
worin r der Radius der Erde ist, v ist die Bewegungsgeschwindigkeit des Stabes und m die Masse des Stabes. Da nun r konstant und v durch die Bewegung des Stabes mit der Hand erfolgt, ergibt sich Q nur als von sqrt(m) abhängig, wenn man v bei der Handbewegung als etwa gleich ansehen kann, denn dann hat man ja nur den Wert der maximale Geschwindigkeit registriert.
Das Messergebnis entsteht dadurch, dass bei Bewegungsänderung des Stabes ein Ladungsänderung erzeugt wird, die ein Magnetfeld erzeugt, das in der Spule eine Spannung induziert, dann ergibt sich die zu messende Spannung nach der Formel.
U_ind = sqrt(m*v^2*r_E*4*Pi*eps_0)*my_0*l = ~ 270 nV
was in etwa mit dem Messergebnis übereinstimmt.
In der Formel ist eps_0 die Dielektrizitätskonstante im Vakuum, my_0 die magnetische Induktionskonstante und l die Länge des Drahtes. Für m wurde die Masse des Stabes, die sich in der Spule befindet, also die 20 mm, verwendet und v mit etwa 5m/s als Spitzenwert angenommen.
Da sich aber die Ladung nach diesem Zusammenhang mit sqrt(m) ändert, ist das gefundene Ergebnis mit dieser Theorie kompatibel, so dass dies als Bestätigung dieser Theorie gedeutet werden kann
Außerdem ist diese Theorie keine neue Physik, sondern nur die Erklärung der bekannten Physik, ausschließlich nach Newton.
Literatur:
(1) Tolman & Stewart Physics Vol. 2, H.3 (1916) S.189
https://www.pnas.org/content/2/3/189.full.pdf+html
(2) Richard, Tolman& Steward Phys.Rev. 9,164-167 (1917)
https://cosmology.princeton.edu/~mcdonald/examples/EM/tolman_pr_9_164_17.pdf
(3) Tolman u.a. Physics Vol. 9. H.5 (1923) S.166
https://www.pnas.org/content/2/5/166.full.pdf?ck=nck
(4) Grosch https://www.grosch.homepage.t-online.de
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