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Die LBBW-Mieter gehen in Kornwestheim auf die Barrikaden

By  Last updated: 9th Mai 2012

Bei einer Informationsveranstaltung der Mieterinitiative kamen mehr Teilnehmer als erwartet. Mit etwa 100 Teilnehmern war der Saal im ehemaligen Eisenbahnersportheim proppenvoll. Die Teilnehmer sind Mieter von Wohnungen der LBBW-Immobilen; Wohnungen, die an Patrizia, einem Immobilienkonzern in Augsburg, verkauft werden sollen.

Im Sportheim wurden die Mieter über die rechtliche Lage nach dem Verkauf der Wohnungen von der LBBW an Patrizia informiert. Deutlich war hier die Unsicherheit zu spüren. Doch eine Interessenvertretung werden die Mieter gegenüber Patrizia und den Politikern als Mieterinitiative sicher nicht bekommen, denn es soll im lokalen Bereich keine Initiativen geben. Wie ein Sprecher der Mieterinitiative LBBW/Patrizia

Mitte April 2012 wurde die Mietervertretung im Stuttgarter Nordbahnhofviertel gegründet. Wie Günther Krappweis erklärte, solle diese Mietervertretung landesweit die Mieter der LBBW-Immobilien Management Wohnen GmbH und deren Initiativen vernetzen, und nicht auf Stuttgart beschränkt werden. Die LBBW-Immobilien Management Wohnen GmbH ist der Teil des Unternehmens, der von Patrizia Immobilien und deren Geldgebern übernommen wurde. Das gilt für rund 21 000 Wohnungen.

Wie Krappweis weiterhin erklärte, wolle man sich gegenseitig unterstützen. Das sei notwendig, weil keiner weiß, wo Patrizia zuerst mit Mieterhöhungen und anderen Dingen losschlägt. Man erwartet Mieterhöhungen, die in absehbarer Zeit auf die Mieter zukommen können bzw. werden und Streit, wenn es um Modernisierungen geht. Außerdem besteht die Befürchtung, dass die Mieter aus ihren Wohnungen verdrängt werden, wenn sich diese lukrativ verkaufen lassen.

Es ist völlig ungewiss, was die Mieter erwartet. Zwar haben die LBBW und Patrizia eine Sozialcharta unterzeichnet, doch der Inhalt wird nur häppchenweise bekannt gegeben. Die Rechtsanwältin betonte, dass wegen Verwertung der Immobilien die Mieter vor Kündigungen, auch wegen Eigenbedarf, geschützt seien, jedoch seien durchaus jährliche Mieterhöhungen bis zu sechs Prozent möglich, je nachdem, wie hoch die Inflationsrate sei. Mehr Infos bietet https://www.muenchen-immobilie.de oder bei Nachrichten Immobilien im Web.

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