Deutschland gewinnt die “Social Media Marketing EM 2012″ gegen den amtierenden Fußball-Weltmeister Spanien. England erreicht das Halbfinale und Italien scheidet schon in der Vorrunde aus. Dies prognostiziert das Deutsche Institut für Marketing (DIM) in Köln in einer aktuellen Social Media Studie.
Das Deutsche Institut für Marketing wertete rund vier Millionen Nutzungsaktivitäten auf Facebook- und Twitter-Seiten der 16 Teilnehmer-Nationen des Fußballturniers in Polen und der Ukraine aus. Einige Fußballverbände und ihre Nationalmannschaften setzen Social Media Marketing bereits jetzt professionell zur Fan-Kommunikation ein. Bei vielen anderen Teilnehmerländern besteht noch erhebliches Optimierungspotenzial.
Neben der Berücksichtigung der Nutzungsaktivitäten war die Anzahl der von den nationalen Fußballverbänden der Teilnehmer-Nationen eingesetzten Medienkanäle für die Tabellenposition entscheidend. Länder mit zwei “offiziellen” Kommunikationsplattformen wurden in der Endabrechnung bevorzugt behandelt.
Das Ungleichgewicht zwischen den europäischen Fußball-Nationen ist erheblich. Vermeintlich kleinere Länder auf der Fußballbühne wie Irland sind mit offiziellen Webseiten der Nationalmannschaften und einer stattlichen Fangemeinde auf Facebook und Twitter vertreten. Im Gegensatz dazu kann die offizielle Medienplattform der Niederlande in der nationalen Fangemeinde nur ein verhältnismäßig leises Echo erzielen. Dennoch kommt der Sieger aus dem Jahr 1988 bei der “Social Media Marketing EM 2012″ bis in die Hauptrunde. Für den mehrfachen Welt- und Europameister Italien wirkt sich das Reglement nachteilig aus. Das Land scheitert schon in der Vorrunde, da die größte italienische Fußball-Facebook-Seite nicht mit der offiziellen Internetpräsenz der Nationalmannschaft verbunden ist. Lediglich Deutschland und England werden ihrem Ruf als große Fußball-Nationen gerecht, da sie beide populären Medienkanäle professionell und erfolgreich nutzen.
Einige Teams folgen bereits jetzt dem Beispiel der europäischen Top-Vereine, auf deren Fanseiten schon heute mehrere Millionen Fans aktiv sind – ein Zeichen dafür, dass professionelles Social Media Marketing für Vereine und Verbände als “virtuelles Stadion” genutzt werden kann.
Prof. Dr. Michael Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen Institut für Marketing: “Social Media Marketing fördert nicht nur das Image von Produkten, sondern wird auch für Vereine und Verbände in Sport und Kultur immer wichtiger. Eine professionelle, aktiv gepflegte Präsenz in den wichtigen Kanälen Facebook und Twitter ist ergebnisrelevant für die Kommunikation mit den Fans. Unsere Analyse zeigt beispielhaft auf, in welchen Ländern dieses Kriterium schon jetzt erfüllt ist und wo strukturelle Nachholpotenziale bestehen.”
Das Deutsche Institut für Marketing wird die europaweiten Facebook- und Twitter-Aktivitäten vor und während der Endrunde weiter beobachten und in regelmäßigen Abständen einen aktualisierten Zwischenstand veröffentlichen. Die “Social Media Marketing EM 2012″ für Fans und Follower der Nationalteams läuft noch bis zum 01.07.2012.
Das Deutsche Institut für Marketing ist ein auf Marketing spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen mit den Kompetenzfeldern Marktforschung, Marketingberatung und Marketingtrainings. Im Zentrum der Arbeit stehen praxis- und prozessorientierte Lösungen im Marketingumfeld der Kunden. Dabei verknüpft das Institut fundierte Forschung mit innovativer Unternehmenspraxis.
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