Bundesweite Anerkennung der Lehrerabschlüsse wichtiges Signal
Ziel ist eine Bund-Länder-Vereinbarung
Die Kultusministerkonferenz hat sich darauf verständigt, ab 2014 alle Lehrerexamen bundesweit anzuerkennen. Lehrer können damit leichter zwischen den Bundesländern wechseln. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer:
“Die Kultusminister bewegen sich in die richtige Richtung. Mit dem Beschluss wird der Weg für eine bessere Mobilität der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland freigemacht. Die Mobilität haben wir zur Bedingung für die Bundeshilfe für einen Qualitäts-Wettbewerb zur Lehrerausbildung gemacht. Die Lehrerausbildung hat zu lange ein Schattendasein an unseren Universitäten geführt. Deshalb ist der Bund bereit, mit bis zu 500 Millionen Mitteln aus seinem Etat die Länder dabei zu unterstützen, Lehrer künftig mit mehr Praxisnähe auszubilden und besser auf die vielfältigen Herausforderungen im Klassenzimmer vorzubereiten. Besonders innovative Projekte zur Lehrerausbildung sollen prämiert und als Modelle zur Nachahmung gefördert werden.
Jetzt sind die Wissenschaftsminister der Länder am Zug, sie müssen am 12. April 2013 in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) mitziehen. Ziel ist eine Bund-Länder-Vereinbarung, um die gegenseitige Anerkennung der Lehrerabschlüsse verbindlich zu regeln.”
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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ZASTROW-Interview für den “Deutschlandfunk”
Berlin. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende HOLGER ZASTROW gab dem “Deutschlandfunk” heute das folgende Interview. Die Fragen stellte CHRISTOPH HEINEMANN:
Frage: Wenn man über Geschichtsstoff spricht, ist in der Regel Abstraktes gemeint. Es gibt aber auch den wirklichen: etwa Helmut Kohls Strickjacke, oder Joschka Fischers Turnschuhe, beide zu besichtigen im Haus der Geschichte in Bonn. Gestern gab es dort einen Neuzugang. Dirk Niebel hat seine Fallschirmjägermütze abgegeben. Auch als Entwicklungshilfeminister hatte Niebel die Kopfbedeckung getragen, die er einst bei einem Einzelkämpferlehrgang der Bundeswehr erwarb. Niebel ist einer von vier Bewerbern für drei Beisitzer-Plätze im FDP-Präsidium. Darüber wird abgestimmt beim Parteitag, zu dem sich die Liberalen heute Abend und am Wochenende in Berlin versammeln. Die übrigen sind die Politiker Daniel Bahr, der Bundesgesundheitsminister also, Wolfgang Kubicki, Fraktionschef in Kiel, und Jörg-Uwe Hahn, und der ist als Wahlkämpfer quasi unantastbar, der hessische Minister. Bleiben also Bahr, Kubicki und Niebel. Selbes Spiel bei der Wahl der stellvertretenden Parteichefs, drei Posten und folgende vier Bewerberinnen und Bewerber: Birgit Homburger, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der frühere Generalsekretär Christian Lindner und der Landeschef in Sachsen, Holger Zastrow. Guten Morgen.
ZASTROW: Guten Morgen, Herr Heinemann!
Frage: Herr Zastrow, bleiben wir mal kurz bei der historischen Gewichtung. Passt Dirk Niebels Mütze zu Helmut Kohls Strickjacke oder zu Joschka Fischers Turnschuhen? Ist das sozusagen die gleiche historische Kleidergröße?
ZASTROW: Da fragen Sie mich jetzt ein bisschen viel. Das müssen natürlich die Historiker, die ihn gebeten haben, dass die Mütze ins Museum kommt, einschätzen können. Aber ja, wenn die meinen, das ist so, dann ist es halt so, und offensichtlich ist die Regierungsarbeit von Dirk Niebel gar nicht so schlecht.
Frage: Ich frage Sie ja als Parteifreund.
ZASTROW: Na ja, man wird das alles nicht überbewerten. Da halte ich mich mal lieber zurück.
Frage: Wäre Hans-Dietrich Genschers gelber Pullover nicht die bessere liberale Ergänzung?
ZASTROW: Ist der noch gar nicht im Museum?
Frage: Weiß ich nicht. Glaube ich nicht! Er trägt ihn ja noch.
ZASTROW: Ja, aber er hat ja viele, und ich glaube, dass der gelbe Pullover von Hans-Dietrich Genscher ein ganz starkes Symbol ist, gerade für uns in Ostdeutschland natürlich, weil wir mit Hans-Dietrich Genscher auch die friedliche Revolution, die erfolgreiche Wende natürlich verbinden. Das ist schon eine Nummer größer oder zwei, drei Nummern größer.
Frage: Zwei, drei Nummern größer. – Wir achten darauf, ob er einen tragen wird beim Parteitag und kehren noch mal zurück zu Dirk Niebel und zum Jahresbeginn, nämlich zum Dreikönigstreffen in Stuttgart. Da hatte Niebel ja folgendes gesagt: “So wie jetzt kann es mit der FDP nicht weitergehen. So wie jetzt bleibt die FDP weit hinter ihren Möglichkeiten. Es zerreißt mich innerlich, wenn ich den Zustand meiner, unserer FDP sehe. Ich finde, wir können einfach nicht noch länger mit eigenen Entscheidungen warten.” Da war die Führung, glaube ich, nicht sehr amüsiert. Sägt Niebel zurzeit etwas leiser an Röslers Stuhl?
ZASTROW: Ich hoffe, dass Dirk Niebel die Konsequenzen aus dem Auftritt in Stuttgart gezogen hat, denn ich glaube, er hat gespürt, dass das nicht in Ordnung war. Mich hat das damals sehr aufgeregt. Ich bin ja auch Landespolitiker, und ich habe mich damals immer versucht in die Lage der Niedersachsen zu versetzen, die ja einen Landtagswahlkampf hatten. Ich glaube, das ist ein einmaliger Vorgang auch in der FDP gewesen, dass einem aktiv an der Front stehenden Landesverband, der versucht, seine eigenen Leistungen in die Wagschale zu werfen, so ins Handwerk gepfuscht worden ist. Ich bin nur sehr glücklich, dass die Niedersachsen es trotzdem geschafft haben, trotz des Gegenwindes, und dafür gebührt vor allem den Leuten in Hannover großer Respekt.
Frage: Das heißt, die CDU-Leihstimmen aus Niedersachsen haben Philipp Rösler etwas stabilisiert?
ZASTROW: Ach das mit den Leihstimmen. Wir haben in Deutschland schlaue Wähler und die wählen eben auch taktisch, und die Niedersachsen wussten ganz genau: Wenn Schwarz-Gelb eine Chance haben soll, wenn die Regierung weitermachen soll, dann geht das eben nur, wenn die Zweitstimme zur FDP geht, aber ganz genauso die Erststimme ja zur CDU. Das hat ja fast geklappt, die haben ja einen sensationellen Aufholprozess hinter sich gebracht. Ein Sitz war es am Ende, der gefehlt hat. Aber man hat gesehen: Schwarz-Gelb funktioniert und in Berlin könnte man sich da auch mal eine Scheibe abschneiden.
Frage: Also es funktioniert in der Opposition?
ZASTROW: Na ja, ich sage mal so: Die lagen noch wenige Monate davor 13 Prozentpunkte zurück. Am Ende war es ein Sitz. Ich glaube, das kann man dann auch nicht mehr so planen, da gehört auch ein bisschen Pech dazu. Insgesamt hat man gesehen: Wenn zwei Koalitionspartner sich gut verstehen, gut miteinander zusammenarbeiten, dann kann man es auch schaffen. Es hat nicht ganz geklappt, das ist schade, aber es ist trotzdem ein Erfolg für die Niedersachsen gewesen.
Frage: Herr Zastrow, sollte Niebel aus dem Präsidium rausfliegen?
ZASTROW: Das habe ich nicht zu entscheiden. Wir haben …
Frage: Aber Sie können eine Bewertung abgeben.
ZASTROW: Ach wissen Sie, ich bin da ein bisschen hin- und hergerissen, weil Dirk Niebel ein Kämpfer ist. Das ist jemand, der für die Partei kämpft wie kein zweiter. Das ist jemand, der Wahlkämpfe gestalten und auch gewinnen kann. Ich weiß nur nicht, ob er immer der richtige Teamplayer ist, und was wir jetzt brauchen ist: Wir müssen die Reihen hinter Philipp Rösler und Rainer Brüderle schließen. Es kann nicht mehr um persönliche Eitelkeiten gehen. Jeder, der in diesem Präsidium ist, jeder, der dort eine Funktion übernimmt, muss sich selbst in das Team einordnen können und die beiden Führungspersönlichkeiten unterstützen können. Das muss er erklären, das wird er auf dem Parteitag machen und dann vertraue ich den Delegierten, dass sie die richtige Entscheidung treffen.
Frage: Sie haben Rainer Brüderle genannt. Die Wochenzeitung “Die Zeit” schreibt in dieser Woche, Rainer Brüderle sei im Zuge des Sexismusvorwurfs gereift. Haben Sie das auch feststellen können?
ZASTROW: Ich glaube, dass das alles nichts damit zu tun hat. Was da gelaufen ist – ich kann das bis heute nicht nachvollziehen, muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen -, diese Empörungspolitik, die wir hier in Deutschland zum Teil haben, das hat doch alles mit dem normalen Leben nichts mehr zu tun. Ich glaube, dass man sehr unfair mit ihm umgegangen ist. Das ist auch alles sehr eigenartig, wie diese Vorwürfe da kommen, wann sie kommen, wer sie bringt. Ich glaube, das wissen die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland auch selbst zu bewerten. Rainer Brüderle ist derjenige in dem Führungsteam, der die größte Erfahrung von allen hat. Ich bin so glücklich, dass wir jetzt genau diese Lösung haben, dass wir Philipp Rösler und Rainer Brüderle vorne haben, weil ich glaube, dass genau in der Situation, in der wir sind, die beiden gemeinsam dafür garantieren können, dass wir einen Erfolg im September dann bei der Bundestagswahl haben.
Frage: Also das war kein Sexismus?
ZASTROW: Aus meiner Sicht nicht. Nein, ganz gewiss nicht.
Frage: Sie würden auch einer Journalistin sagen, Mensch, du passt gut in ein Dirndl?
ZASTROW: Jeder, der Rainer Brüderle kennt, weiß, dass er so weit weg von diesem Vorwurf ist wie kaum ein anderer. Und ansonsten diese ganzen Sprüche – ich glaube, lassen wir mal die Kirche im Dorf.
Frage: Die FDP denkt inzwischen über Lohnuntergrenzen nach. Die Zauberformel heißt da “regional unterschiedlich” und “tariflich ausgehandelt”. Ist das Panik vor dem Wahlkampf?
ZASTROW: Ich glaube, wir müssen ein bisschen aufpassen als FDP, dass wir uns treu bleiben. Wir werden dafür gewählt, dass wir im Zweifel auch unpopuläre Antworten geben und dass wir vor allem aber nicht dem Zeitgeist hinterher rennen. Und ich habe bisher noch kein Mindestlohn- oder Lohnuntergrenzenmodell gesehen, was tatsächlich funktioniert. Das einzige, was ich gesehen habe, ist, dass uns hier eines der größten Arbeitsplatz-Vernichtungsprogramme seit der Wiedervereinigung droht, vor allem auch in Ostdeutschland. Jemand, der eine gebrochene Erwerbsbiografie hat oder nicht so gut qualifiziert ist, für den wird das zum Problem, und das können wir als FDP nicht mitmachen. Ich kann nicht einfach als Liberaler, als Wirtschaftspartei Sprüche klopfen, sondern ich muss am Ende auch sagen, wie ich es ganz genau mache, und ich kenne kein Modell, was funktioniert.
Frage: Ist das größere Problem nicht ein Stundenlohn von drei Euro?
ZASTROW: Ja, das ist ein Problem. Aber wir müssen trotzdem differenzieren. Es gibt in Deutschland große Unterschiede und es gibt auch ortsübliche Löhne, die regional durchaus akzeptiert sind. Und ich kann nun mal München, Baden-Württemberg, den Schwarzwald nicht mit der Oberlausitz oder dem Erzgebirge vergleichen. Das sind ganz andere Strukturen, übrigens nicht nur, was die Verdienste betrifft, sondern auch, was die Lebenshaltungskosten betrifft. Und wenn ich das nicht ausdifferenziere, wenn ich dazu keine Antwort habe, dann bedeutet das, dass wir einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro bekommen. Das bedeutet aber, dass es am Ende im Erzgebirge oder auch an anderen Orten bestimmte Beschäftigungsverhältnisse überhaupt nicht mehr gibt.
Frage: Herr Zastrow, bis zur Lohnuntergrenze hat es in der FDP ja doch ziemlich gedauert. Ab wann wird in Ihrer Partei mal über Gehaltsobergrenzen nachgedacht?
ZASTROW: Ich glaube, das ist nicht Aufgabe der Politik. Sie wissen, ich bin im Osten geboren, ich habe die DDR noch miterlebt. Und wie das mit politisch festgelegten Löhnen funktioniert, haben wir gesehen.
Frage: Es gibt doch Grenzen, oder?
ZASTROW: Da ist schon mal ein System kaputt gegangen. Zu DDR-Zeiten war das ganz oft, dass in vielen Bereichen Löhne, Obergrenzen und Untergrenzen, politisch festgelegt worden sind. Das müssen am Ende die Eigentümer der Firmen selber entscheiden. Deswegen finde ich ja auch, dass man aus dem Schweizer Volksentscheid seine Lehren ziehen sollte. Das sollten die Aktionäre machen.
Frage: Kann ein System nicht auch an der Raffgier zugrunde gehen?
ZASTROW: Ja, das kann auch an der Raffgier zugrunde gehen. Das ist gar keine Frage. Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen: Über das Thema Fairness, über das Thema Angemessenheit sollten viele in diesem Land tatsächlich nachdenken. Ich rate nur dazu, dass wir uns ein bisschen mehr um die Mitte der Gesellschaft kümmern, nicht immer nur auf die ganz Reichen und die ganz Armen schauen, sondern auf diejenigen schauen, die noch Steuern zahlen. Das sind die normalen Berufstätigen. Um die kümmert sich ja kaum noch jemand. Das muss die Aufgabe übrigens auch für die FDP sein und auch weiter bleiben, denn die erwirtschaften das, was dann so großzügig verteilt wird. Und trotzdem empfehle ich den Unternehmen, auch den großen Konzernen, vor allem den Aktionären, ihren eigenen Vorständen besser auf die Finger zu schauen.
Frage: … , sagt Holger Zastrow, der stellvertretende FDP-Vorsitzende und Landeschef der Liberalen in Sachsen. Danke schön für das Gespräch und auf Wiederhören.
ZASTROW: Danke schön!
Felix Metschan
Pressereferent
Freie Demokratische Partei
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Plan fordert sichere Städte für Frauen
Am 8. März, dem Welt-Frauentag, möchte Plan darauf aufmerksam machen, dass Gewalt gegen Frauen viele Formen hat und überall ausgeübt wird. Vor allem in Metropolen haben Mädchen und Frauen Angst vor sexueller Belästigung, bedrohlichen Situationen und Übergriffen. Eine Studie von Plan bestätigt diese massive Angst.
Sie fühlen sich nicht sicher und können sich in ihrer Stadt häufig nicht frei bewegen. Dies ergab die aktuelle Studie “Sicherheit in Städten aus der Sicht weiblicher Jugendlicher” von Plan, die in fünf Hauptstädten in Afrika, Asien und Lateinamerika durchgeführt wurde. Die Untersuchung fand nach einer Reihe öffentlich gewordener Gewalttaten weltweit an Frauen statt – nicht zuletzt nach der Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Studentin in einem Bus in Delhi.
Mädchen und Frauen sind regelmäßig Gefahren ausgesetzt, sei es in öffentlichen Toiletten und Verkehrsmitteln oder auf Marktplätzen. “Die Ergebnisse zeigen, dass viele Mädchen sich nicht vor die Tür trauen und zurückziehen, weil sie Angst haben. Millionen junger Frauen wird ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben genommen, weil sie aufgrund mangelnder Sicherheit im öffentlichen Raum in ständiger Furcht leben. Das können wir nicht hinnehmen”, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan Deutschland. “Es ist an der Zeit, alle Bereiche des Stadtlebens für Mädchen sicher zu machen und ihnen bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen zu helfen.”
Mädchen in Ägypten, Indien, Peru, Uganda und Vietnam haben im Rahmen der Studie ihr Lebensumfeld bewertet. Sie listeten auf, was die Stadt für sie unsicher macht und ihnen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erschwert. Die Ergebnisse zeigen länderübergreifend, dass alle jungen Frauen mit sexueller Belästigung konfrontiert sind und bestimmte Orte und Plätze in ihrer Stadt meiden.
In Delhi berichteten junge Frauen, dass sie in ständiger Angst vor Gewalt und sexuellen Übergriffen leben. Sie vermeiden es, alleine zu sein, insbesondere im Dunkeln, und gehen nur in Begleitung von Verwandten oder Freunden auf die Gemeinde-Toilette, in die Schule, auf den Markt oder in Geschäfte. Nur 3 Prozent der befragten Mädchen gaben an, sich in öffentlichen Verkehrsmitteln sicher zu fühlen. In Hanoi empfinden nur 8 Prozent der Mädchen öffentliche Bereiche als ungefährlich. Insbesondere bemängeln sie die Situation auf Märkten und eine schlechte Straßenbeleuchtung. In Kairo fühlen sich 8 von 10 Mädchen nie oder nur selten sicher in ihrer Stadt. Werden Mädchen oder Frauen in der ägyptischen Hauptstadt Opfer sexueller Belästigung, fühlen sie sich meist selbst schuld daran. In Kampala gaben 80 Prozent der befragten jungen Frauen an, sich im Stadtzentrum unsicher zu fühlen. Viele trauen sich darüber hinaus nicht, Wachmänner oder die Polizei anzusprechen, weil diese gelegentlich betrunken ihren Dienst absolvieren. In Lima äußerte die Mehrheit der Mädchen, dass sie in einer sehr gefährlichen Stadt leben. Nur 2 Prozent fühlen sich in öffentlichen Verkehrsmitteln gut aufgehoben.
“Verzichten Mädchen auf Entwicklungschancen, weil sie Angst vor sexueller Belästigung und Gewalt in ihrer Stadt haben, ist dies ein immenser Rückschritt. Es macht alle Arbeit zunichte, Mädchen und Frauen darin zu bestärken und zu unterstützen, ihr volles Potential zu erreichen”, sagt Deepali Sood, Direktorin der globalen Plan-Kampagne Because I am a Girl, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Millionen von Mädchen weltweit aus der Armut zu helfen. Im Rahmen der Kampagne hat Plan International in Zusammenarbeit mit “Women in Cities International” und “UN-Habitat” ein Projekt zur Sicherheit von jungen Frauen in Städten entwickelt. Übergeordnetes Ziel ist es, sichere, verlässliche und integrierende Städte mit und für Mädchen zu schaffen und die aktive Beteiligung von Mädchen und Frauen an der Stadtentwicklung und -verwaltung zu fördern. Unterstützt von Plan erarbeiten die jungen Frauen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Sicherheitskonzepte. In Delhi haben am Projekt beteiligte Mädchen beispielsweise eine Zusammenarbeit mit lokalen Bezirken und Vertretern der lokalen Regierung vorgeschlagen, um Sicherheitsprobleme in öffentlichen Verkehrsmitteln und sanitären Anlagen zu lösen.
Obwohl die befragten jungen Frauen in unterschiedlichen kulturellen und politischen Umfeldern aufgewachsen sind, teilen sie eine gemeinsame Vision der Stadt der Zukunft: Diese ist ausreichend beleuchtet, gut geplant und hat saubere Toiletten. Und es gibt sichere Wege zu Schule, Arbeit und Freizeitangeboten, damit auch Mädchen und Frauen am sozialen Leben teilnehmen können.
Plan International Deutschland e.V.
Bramfelder Str. 70
22305 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 / 611 40-0
Telefax: +49 (0)40 / 611 40-140
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Innovation Improves Gender Programs, Spurs Economic Development in Africa, World Bank
WASHINGTON, March 8, 2013 – Despite the steady economic growth in many African countries over the last few years, gains have not always translated into greater gender equality or poverty reduction, the World Bank announced today.
To mark International Women’s Day, the World Bank’s Africa region launched two evidence based initiatives to step up its commitment to improve gender programs in Africa.
First is the Africa Gender Action Plan, a five year blueprint for the Bank’s gender informed activities. Next is the Gender Innovation Lab that will bring scientific solutions through rigorous impact evaluation that will transform how the World Bank will identify development solutions for some of its poorest clients. Combined, the World Bank Africa Gender Action Plan and Gender Innovation Lab will link scientific evidence to guide gender-related lending operations in Africa.
“In the past decade, African countries have made some considerable strides when it comes to gender equality,” says Makhar Diop, World Bank Vice President for Africa. “Today, we have moved from an intuitive understanding of gender programs to add the Gender Innovation Lab that will fill the knowledge gap by providing more qualitative and quantitative evidence than ever about what works and what doesn’t in terms of gender equality in sub-Saharan Africa,” concludes Diop.
On behalf of the World Bank, Diop said the new Gender Innovation Lab will provide development solutions to countries as it works to keep the momentum toward achieving gender equality in Africa.
The World Bank’s Africa Gender Action Plan, the institution’s regional strategy for addressing gender inequality, will advance development for both men and women using the latest technological tools that provide evidence on the effectiveness of gender programs through its funding and operations.
The Gender Innovation Lab, the first at the World Bank, brings science to improve delivery of its programs. The Lab already has over 20 impact evaluations under way, and they are providing clear evidence of what works. This week, The Gender Innovation Lab received financial support from the UK’s Department for International Development (DFID) in the amount of USD$18 million.
Partnering with DFID and the government of Rwanda, a Lab impact evaluation showed how land title registration resulted in women increasing investments in land, at twice the level as men. Working with BRAC and researchers at the London School of Economics, another Lab impact evaluation showed that a program that provided life skills and vocational training through adolescent girls’ clubs resulted in 30 percent lower fertility, a 30 percent increase in the likelihood of girls working, and a 75 percent lower chance that they had been forced to have sex again their will. These are powerful lessons that show not only what works, but the payoffs to making these kinds of investments.
Post-2015 Goals Must Include Non-Traditional Voices
Shifts in global influence from large emerging economies and the private sector are challenging the traditional development paradigm, experts note. Experts also explain that global private sector firms are seeking to modernize their business models to match profits with responsibility through their supply chains, suggesting a post-2015 world will need to include new voices to the development debate.
Experts agree that chief among the new voices should be women from developing countries.
“I am proud to be the first person from the South, the first African, the first woman to head such a respected organization like Oxfam International,” says Winnie Byanyima, UNDP Director of Gender and Development and Oxfam Executive Director Designate. “I’m stepping into a very powerful space, and I’m conscious of that. I hope to bring the voices of poor men and women from my continent Africa and from the developing world to the global stage,” concludes Byanyima.
For sub-Saharan Africa, The Bank notes that gender must be mainstreamed into all future development programs. However, it must also be a global priority.
Gender Programs Are a Global Priority
Globally, the World Bank is making financing available for gender equality by strengthening its monitoring and tracking systems, and by setting gender-related targets through the Bank’s corporate scorecard and in other ways.
In 2012, for the first time in the series history, the World Bank’s World Development Report focused exclusively on gender equality and development.
“And it was about time,” says Caroline Anstey, World Bank Managing Director. “We know that equal opportunity, regardless of sex, is not only the right thing to do; it is also smart economics,” concludes Anstey.
Underinvesting in women puts a brake on poverty reduction as, amongst other things, women usually reinvest a much higher portion of their earnings into their families and communities, compared to men,” she adds.
For its part, The World Bank is committing to funding more gender-related projects, to monitoring results more closely, and to making sure that more and more projects consider gender in their design, even if they do not have an explicit gender focus.
In fiscal year 2012 alone, just over US$29 billion, or 83 percent of the World Bank’s overall lending and grants, were allocated to gender-informed operations in education, health, access to land, financial and agricultural services, jobs, and infrastructure. Part of the reason for this is that, together with our partners, we made gender a Special Theme of the International Development Association (IDA), which provides close to $50 billion in credits and grants to the poorest countries between 2011 and 2014—many of which are in Africa.
NOTE TO EDITORS:
The UK’s Department for International Development (DFID) has a number of programmes to support gender programs in sub-Saharan Africa. On March 4, 2018, DFID committed up to £11.5 million (USD$18 million) to a new partnership with the World Bank, for a ‘Gender Innovation Lab’ on girls and women’s economic empowerment, testing what works in terms of giving girls and women control over their economic lives in sub-Saharan Africa. This evidence base isn’t just going to help DFID but also other governments, donors and NGOs.
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